Vancouver

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Dienstag, 12. Januar 2010

after ten days...

Kaum zu glauben, nun bin ich bereits seit zehn Tagen hier in Canada, die Zeit vergeht tatsächlich rasend schnell. Die erste Schulwoche war sehr interessant; meine beiden Lehrer (Dave und David, no joke) sind kompetent und fordernd und haben einen angenehmen Unterrichtsstil. Die Vorbereitung auf die Cambridge-Advanced-Prüfung scheint sehr zielgerichtet und ich werde hier sicher einiges profitieren können. Nun, etwas Aufwand dafür ist auch notwendig, die Fülle an Hausaufgaben ist beträchtlich :-/
Wie erwartet hat es auch eine ganze Reihe Schweizer an der Schule und im Advanced-Kurs. Dies hat bisher aber keinen nachteiligen Effekt, da auch die Swiss People untereinander (auch ausserhalb der Schule) konsequent nur Englisch sprechen: war anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig, aber ist zweifellos für alle das Beste.

Nebst der Schule gibt es selbstverständlich auch sonst einiges zu erleben: am vergangenen Donnerstag war ich zum ersten Mal an einem NHL-Spiel: Vancouver Canucks vs. Phoenix Coyotes in der (as usual) ausverkauften Eishockey-Arena "General Motors Place". Die Atmosphäre mit über 18'500 Zuschauern (für europäische Verhältnisse enorm viel) und echtem NHL-Feeling war wirklich eindrücklich. Am kommenden Samstag steht ein weiterer Besuch im GM Place auf dem Programm: mit den Pittsburgh Penguins empfangen die Vancouver Canucks den aktuellen Stanley-Cup-Titelverteidiger, zweifellos höchst interessante Affiche.

Ausgang: Die Pub-Kultur im "britisch-irischen" und "amerikanischen" (Bar & Grill) Stil entspricht genau meiner Kragenweite, couldn't be better. Grosszügige Bars mit Live-Sport, hübscher Bedienung und einer (sehr) reichhaltigen Auswahl an offenen Bieren von nah und fern. Was will MANN mehr? ;-))

Stadt: Vancouver ist sehr vielseitig und ich habe bei weitem nicht alles gesehen. Am Samstag war ich mit Daniel (aus Sempach, ich traf ihn bereits am Flughafen von Toronto) den ältesten Teil der Stadt (Gastown) sowie das Asiatenviertel Chinatown besichtigen. Dazwischen wagten wir einen kurzen Abstecher nach East Vancouver, einem eigentlichen Sammelbecken von Randständigen und Aussenseitern. Ein Ort, den man gerne wieder verlässt und dennoch gut, dass man auch diese Seite einmal gesehen hat. Es ist extrem interessant, wie innerhalb von engestem Raum dermassen unterschiedliche "Welten nebeneinander" existieren. Gastown: Tourismus, Shops, Olympia etc. Chinatown: "Asian way of life". East Vancouver: Armut, heruntergekommene, verwahrloste Leute.

Homestay: trotz einigen Unkenrufen, die gewisse Facebook-User gegen meine Zimmereinrichtung verlauten liessen (über Geschmack lässt sich streiten), kann ich wirklich nur Gutes über meine Homestay-Family, die Narodowskis, berichten. Sie sind sehr nett, interessiert und am Essen (viel und gut) gibt es nichts auszusetzen. Wenn ich da von anderen Studenten höre, die wegen wirklich unerträglichen Zuständen (schmutzige Wohnungen, kein Abendessen etc.) bereits nach einer Woche von ihrem ersten Homestay "fliehen" (wie eine Klassenkameradin von mir), dann kann ich wirklich von einem Glückstreffer sprechen.

Olympic Games und Wetter: seit meiner Ankunft hier hat es bei milden Temperaturen von 5 bis 10 Grad Celsius mit einigen Unterbrüchen sehr viel geregnet. Langsam beginnen sich die ersten Leute Sorgen zu machen wegen den Olympischen Spielen, die in rund einem Monat eröffnet werden. Der Vancouver TV-Channel berichtete gestern vom Hausberg Cypress Mountain, wo u.a. die Snowboard-Wettkämpfe stattfinden sollen. Dort findet sich momentan kaum Schnee und wenn, dann wirklich nur "Pflotsch", für Sportwettkämpfe schlicht unbrauchbar. Wegen der hohen Temperaturen kommt derzeit auch ein Einsatz von Schneekanonen nicht infrage. Am Esstisch waren sich die Narodowskis einig, dass Vancouver eigentlich eine sehr merkwürdige Wahl für olympische Winterspiele ist. Das milde Klima ist nichts Neues und eigentlich alle anderen kanadischen Städte haben eine viel höhere Schneesicherheit. Die Nähe von Whistler Mountain war wohl ausschlaggebend für die Kandidatur und den positiven Entscheid durch das IOC. We'll see, but maybe it'll be a real desaster...

That's enough for the moment. Best wishes to all of you, take care.

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